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Mittwoch, 10. Januar 2018

Einsatz von Onleihe24

Die Institutionsleiterinnen stellen sich gemeinsam dem Thema Digitalisierung: Angelika Krüger, Leiterin der Stadtbücherei Warstein-Belecke, Ulrike Weyrich, Leiterin der Thomas-Valentin-Stadtbücherei Lippstadt und Frauke Mönkeberg, Leiterin der VHS Lippstadt-Anröchte-Erwitte-Rüthen-Warstein

Die VHS Lippstadt, Anröchte, Erwitte, Rüthen und Warstein geht eine weitere flächendecke Kooperation mit der städtischen Bibliothek in Lippstadt und Warstein ein. Gemeinsam haben die Leiterinnen dieser Institutionen, Angelika Krüger, Leiterin der Stadtbücherei Warstein-Belecke, Frauke Mönkeberg, VHS-Leiterin, und Ulrike Weyrich, Leiterin der Thomas-Valentin-Stadtbücherei Lippstadt, ein erstes Konzept zum Thema "Onleihe24" erarbeitet.

 

Die VHS und die Stadtbücherei Lippstadt haben bereits seit einiger Zeit eine Kooperation über gemeinsame Lesungen, zumal viele Themen die gleichen Zielgruppen ansprechen. Inzwischen hält die Digitalisierung mit schnellen Schritten auch Einzug in den Büchereibereich und stellt eine Bereicherung neben der klassischen Angebotspalette dar. Die "Onleihe24" der Bibliotheken in Lippstadt und Warstein wird durch deren vielfältige Digitalisierungsmöglichkeiten immer umfassender. Mit einem gültigen Bücherausweis besteht die Möglichkeit, digitale Medien wie Bücher (eBooks), Hörbücher (eAudio), Zeitschriften und Tageszeitungen (ePaper), Musik (eMusic), Videos (eVideos) sowie neu das Online-Lernen (eLearning) zeit- und ortsunabhängig digital zu nutzen.

 

Doch wo sind die gemeinsamen Schnittstellen? "Die Kunden von VHS und Bücherei haben Interesse an einem breiten Angebot, sind wissensinteressiert und überwiegend intrinsisch motiviert, möchten ihre individuelle Aus- und Weiterbildung, aber auch Freizeitgestaltung inhaltlich selbst auswählen und selbstbestimmt zeitlich festlegen", beschreiben alle drei Leiterinnen ihre Zielgruppen. Neu ist nun aber, dass der Bereich eLearning eine weitere Ergänzung in der Angebotspalette der Onleihe24 ist. Wie eine konkrete Zusammenarbeit im Bereich Onleihe24 zukünftig aussehen wird, beschreiben Frau Krüger und Frau Weyrich: "Zunächst werden wir uns auf drei Bereiche der Onleihe24 konzentrieren: wir werden Informationsveranstaltungen über das Gesamtpaket Onleihe24 anbieten, die von der VHS übernommen werden. Wir werden die Trainingsbibliothek "video2brain", die in ausgewählten VHS-Angeboten eingesetzt wird, vorstellen, und schließlich die kostenfreie Deutsch-Lernplattform "Ich will Deutsch lernen", ein Projekt des Deutschen Volkshochschulverbandes" erklären."

 

Was steckt hinter den Produkten "video2brain" und "IWDL"? Video2brain stellt über 1.500 Videotrainings mit insgesamt über 65.000 Videos in unterschiedlichen Kategorien in ihrer Trainingsbibliothek dem Büchereinutzer zur Verfügung. "Im Bereich Bildbearbeitung, Word, Excel und Kompetenztraining werden wir im kommenden Semester entsprechende Videosequenzen in unseren VHS-Kursen einsetzen", berichtet Frauke Mönkeberg. "Ziel ist es, den Lernenden weitere ergänzende Materialien für zu Hause vorzustellen. Uns ist es wichtig, einen guten Transfer zwischen den Lerninhalten und der selbstständigen Anwendung herzustellen. Die Trainingsvideos gibt es schon viele Jahre, durch das Angebot der Bibliotheken sind sie jedoch viel günstiger zugänglich, was klasse ist."

 

Die kostenfreie Lernplattform "Ich will Deutsch lernen" (IWDL) ist ausschließlich für Deutschlernende wie Flüchtlinge oder Migranten gedacht. Der Lernende wird anhand einer virtuellen Spielfigur, wie auch einem Spielbrett, durch zahlreiche Lektionen geführt. Innerhalb der Lektionen kommen verschiedene Medien wie Text, Audio und Video zum Einsatz. "Insbesondere für nebenberufliche Sprachkursleitende und ehrenamtliche Sprachhelfer möchten wir in Infoveranstaltungen die Lernplattform, zu der es auch eine App gibt, näher vorstellen." erklärt Frauke Mönkeberg.

 

Ein gemeinsames Konzept in diesem Bereich aufzustellen entspricht dem Gedanken der neuen Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Isabel Pfeiffer-Poensgen, die erst kürzlich ihr landespolitisches Vorhaben vorstellte und dabei betonte, dass vorhandene Einrichtungen wie beispielsweise Bibliotheken und Volkshochschulen gebündelt und zu sogenannten "Dritten Orten", d.h. zu kulturellen Begegnungs- und Erlebnisorten ausgebaut werden sollen, wie dies in anderen europäischen Ländern bereits vorbildhaft geschieht.


 

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