Dies & Das
Samstag, 23. März 2019

Die Maashorstgemeinde entsteht

Die Bürgermeister Hellegers (Uden) und Bakermans (Landerd) sind gespannt auf die Vorschläge für die geplante neue Gemeinde. Foto: Gemeinde Uden

Am 28. Februar haben sich die Räte der niederländischen Gemeinden Uden und Landerd mehrheitlich dafür ausgesprochen, den bereits eingeschlagenen Weg zur Zusammenlegung beider Kommunen weiterzugehen und bis zum Jahr 2022 die notwendigen Schritte für eine Fusion zur "Maashorstgemeinde" gemeinsam zu beschreiten und zu bewältigen. Dem vorgelegten Aktionsplan wurde zugestimmt und die Verwaltungen beauftragt, ein Konzept für den Neugestaltungsprozess zu erarbeiten. Neben der Bereitstellung der dafür erforderlichen Finanzmittel umfasste der Beschluss auch die Einrichtung einer vorbereitenden Kommission und eines gemeinsamen Ausschusses mit Vertretern beider Räte.

 

Die Idee, den Verwaltungsaufbau in Brabant neu zu organisieren, ist nicht neu. Bereits 2014 hat die Provinzregierung einen Aufruf an alle Kommunen in Brabant gestartet, sich aktiv einzubringen in Überlegungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen und kommunalen Ebenen. Ziel war und ist es, Brabant weiterhin als Top-Region in Europa zu etablieren. Um die daraus resultierenden Herausforderungen zu bewältigen, sollen alle Verwaltungsebenen, die Bürgerinnen und Bürger, Organisationen der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Handel, Schulen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen sowie alle weiteren sozialen und gesellschaftlichen Institutionen so optimal wie möglich miteinander kooperieren.

 

Im Rahmen des folgenden Evaluierungsprozesses ging es darum, festzustellen, welche Aufgaben auf die Kommunen zukommen, wo Interessen gemeinsam besser durchsetzbar sind und wie es gelingen kann, vorhandene Standortvorteile zu stärken. Vor dem Entschluss, gemeinsam mit Landerd die weitere Entwicklung in Angriff zu nehmen, gab es so u. a. auch Überlegungen für eine neue Gemeinde Vudel, die sich aus Veghel und Uden zusammensetzen sollte. Ebenso war die Nachbargemeinde Bernheeze als Kooperationspartner im Gespräch. Schließlich nahmen die Fusionsgedanken zwischen Uden und Landerd immer konkretere Formen an.

 

Mit den Ratsbeschlüssen vom 28. Februar 2019 ist nun ein wichtiger Schritt getan, aber noch nichts Konkretes in Sachen Ausgestaltung der neuen Gemeinde geschehen. Bei diesen Festlegungen soll nämlich die Bürgerbeteiligung eine wichtige Rolle spielen. So ist es das Ziel, qualitative Beiträge von den Bewohnern zu sammeln, um eine fundierte und mehrheitlich akzeptierte Vorstellung davon zu bekommen, wie die neue Gemeinde am 1. Januar 2022 aussehen soll.

 

Wie genau das umgesetzt wird, steht noch nicht fest, aber die Bürgermeister Henk Hellegers und Marnix Bakermans sind durchaus offen für unkonventionelle Methoden und sich auch darüber einig, dass die Bürgerbeteiligung in den einzelnen Orten (Uden hat neben der Kernstadt die Ortsteile Odiliapeel und Volkel, Landerd ist 1994 aus den früher eigenständigen Gemeinden Zeeland, Schaijk und Reek entstanden.) durchaus unterschiedlich ausfallen kann. Die weitere Entwicklung dürfte also spannend sein. Bereits jetzt hat aber die Provinz Nord-Brabant beiden Kommunen zu ihrem Entschluss gratuliert und Unterstützung bei den weiteren Schritten zugesagt. 


 

59... Verlags GmbH & Co. KG
Am Wasserturm 19 · 59558 Lippstadt
Telefon 02941/20 26 100 · Fax 02941/20 26 109
E-Mail redaktion(at)fuenfneun.de · www.fuenfneun.de

 

© Alle Inhalte dieses Internetangebotes (Texte, Fotografien, Grafiken) sind urheberrechtlich geschützt.