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Freitag, 24. April 2020

Feuer- und Rettungswache im Dienst

Weiterhin im Einsatz – mit Masken und Schutzkleidung – sind die Teams

Gut vorbereitet: Schon zu Beginn der Verbreitung des Corona-Virus wurden auf der Feuer- und Rettungswache der Stadt Lippstadt weitreichende organisatorische Maßnahmen umgesetzt, um das Personal bei seinem täglichen Dienst möglichst optimal zu schützen. „Wir haben bereits Anfang März eine Trennung zwischen dem Brandschutz- und Rettungsdienstpersonal vorgenommen, um im Falle einer eigenen Infektion der Einsatzkräfte, die möglichen Infektionsketten klein zu halten“, erklärt Christian Meyer, Fachdienstleiter Brandschutz/Rettungsdienst der Stadt Lippstadt. Darüber hinaus versehen zurzeit alle Mitarbeiter der Feuer- und Rettungswache ihren Dienst in unterschiedlichen Schichten, um auch hier die Gefahr von Infektionen zu minimieren. Zusätzlich befindet sich täglich ein staatlich geprüfter Desinfektor auf der Feuerwache im Dienst, welcher Fragestellungen zu erforderlichen Desinfektionsmaßnahmen fachlich einschätzt und die turnusmäßigen Desinfektionen koordiniert. „Da die gesamte Feuerwehr auch in der aktuellen Situation jederzeit einsatzbereit sein muss, haben wir zusätzliche Regelungen innerhalb der gesamten Feuerwehr getroffen, um im Einsatzfall jederzeit ausreichend Einsatzkräfte zur Verfügung zu haben“, so Meyer weiter. So wurde beispielsweise der gesamte Ausbildungsdienst innerhalb der Feuerwehr bis auf Weiteres ausgesetzt. Diese Regelung betrifft zum einen die hauptamtlichen Brandschützer, aber auch alle ehrenamtlichen Einheiten im Stadtgebiet. „Der Feuerwehrdienst beschränkt sich zurzeit in erster Linie auf das Einsatzgeschehen. Besonders hervorzuheben ist hier der Bereich des Rettungsdienstes, da gerade hier die Kollegen direkten Patientenkontakt haben und daher neben der bereits hohen Einsatzfrequenz oftmals besondere Schutzmaßnahmen zum Eigenschutz ergreifen müssen“, betont Christian Meyer. Darüber hinaus ist die gesamte Logistik zur Aufrechterhaltung des Rettungsdienstes gerade eine besondere Herausforderung: Hier wird täglich durch den Tagesdienst auf der Feuer- und Rettungswache an der Sicherstellung des Materialnachschubs gearbeitet. Frühzeitig wurden auch die regulären Lagerbestände an Verbrauchsmaterialen erhöht, um die erforderlichen Ressourcen sicherzustellen. „Alle erforderlichen Maßnahmen werden zentral koordiniert über das Sachgebiet Rettungsdienst“, berichtet Meyer. Auf diese Weise ist auch in der aktuellen Situation sichergestellt, dass die Bürger der Stadt Lippstadt wie gewohnt Hilfe im Notfall bekommen. Darüber hinaus leistet die Feuerwehr Lippstadt aber auch Amtshilfe und verteilt beispielsweise - durch den Kreis Soest bereitgestellte - Schutzmaterialien an Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. „Auf diese Weise kommen die Schutzmaterialien schnell und unbürokratisch ans Ziel“, freut sich Meyer.


 

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