Kunst & Kultur

Biografisches Schauspiel über Marie Curie

Anja Klawun spielt die Hauptrolle in dem biografiischen Schauspiel "Marie Curie".

Das Ensemble "theaterlust" bringt das Leben einer außergewöhnlichen Naturwissenschaftlerin auf die Bühne.

Am Freitag, 1. Oktober 2021, wird das für ursprünglich Februar geplante Schauspiel "Marie Curie" um 20 Uhr im Stadttheater Lippstadt zu sehen sein. Das Ensemble theaterlust, das bereits mit anderen Inszenierungen das Lippstädter Publikum begeisterte, widmet auch dieses biografischen Stück wieder einer starken Frau.

 

Vorzeigeforscherin in einer von Männern dominierten Welt

Marie Curie, die als Maria Sklodowska 1867 in Warschau geboren wurde, gilt bis heute als Ikone, als Vorzeigeforscherin und Kämpferin gegen Widerstände in einer von Männern dominierten Welt. Alles, was sie tat, war unerhört: Sie forderte die Anerkennung für den Anteil ein, den sie an der gemeinsamen Forschung mit ihrem Ehemann Pierre hatte – beide haben die Radioaktivität entdeckt und sie genutzt, um Menschen von schweren Krankheiten zu heilen.

 

Frankreichs erste Professorin erhielt zwei Nobelpreise

Nach seinem Tod übernahm sie seinen Lehrstuhl. Als Witwe leistete sie sich eine Affäre mit einem jüngeren Mann und vermutlich mit einer Frau. Als Mutter zog sie zwei emanzipierte Töchter groß. Sie war Frankreichs erste Professorin. Sie war die erste Frau, die einen Nobelpreis erhielt (1903 in Physik) und der erste Mensch, der noch einen zweiten bekam (1911 in Chemie). An den Fronten des Ersten Weltkrieges war sie mit einem Röntgenmobil unterwegs, weil sie Leben retten wollte.

 

Marie Curie starb strahlengeschwächt in der Schweiz

Marie Curie war engagierte Europäerin, arbeitete für den Völkerbund und setzte sich für Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung ein. Im Juli 1934 endete das außergewöhnliche Leben – in einem Schweizer Sanatorium erlag die von Strahlen geschwächte, einer "perniziösen Anämie" (Blutarmut).

 

Wieder ein Schauspiel über eine starke Frau

Mit "Marie Curie" wird nach den Inthega-Preisen für "Die Päpstin" und "Hildegard von Bingen" durch das Ensemble theaterlust erneut ein Schauspiel über eine starke Frau und ihrem bedingungslosen Leben am Limit auf die Bühne gebracht.

 

Zu dieser Veranstaltung gibt es um 19.15 Uhr im Zuschauerraum eine Stückeinführung mit Linda Keil.

 

Karten können in der Kulturinformation Lippstadt im Rathaus, Tel. (0 29 41) 5 85 11 und per Mail: post(at)kulturinfo-lippstadt.de gebucht werden.