„Er wird werden, was er ist“, stand in seinem Abschlusszeugnis. Und es stimmte!
Ein Meister der Abschweifung
Harry Rowohlt wurde all das, was er schon immer war und sein wollte: ein irre komischer Sprachartist und ein virtuoser Meister der Abschweifung, ein genialer Übersetzer von Unübersetzbarem und Vorleser mit den tausend Stimmen, zudem als Krönung „Penner Harry“ in der Lindenstraße.
"Ich hatte ein glückliches Leben!"
Kurz vor seinem Tod sagte er: „Ich hatte ein glückliches Leben!“
Die Erwartungen des Vaters nicht erfüllt
Tatsächlich aber verlief dieses Leben ganz anders als vorgesehen, weil er nicht werden wollte, was er werden sollte – Nachfolger des Vaters als Verleger –, versuchte er jahrelang verzweifelt, dem Rowohlt-Verlag zu entkommen.
Die Biografie beruht auf vielerlei Quellen
Wie Harry Rowohlt es schaffte, zu einer Art Seelenverbindung mit Pu, dem Bären, zu finden – „Wir sind beide dumm, kommen aber sehr gut zurecht“ –, davon erzählt diese Biografie.
Sie beruht auf unzähligen Gesprächen mit seiner Witwe und vielen Weggefährten sowie auf einer gründlichen Auswertung seines gewaltigen Nachlasses.
Die Lesung über Harry Rowohlt ist am 4. Februar 2026
Dabei kommt manche Überraschung zutage: Denn Harry Rowohlt hat zwar gern und viel von sich erzählt – aber nicht unbedingt zuverlässig.
Das wird in der Lesung am Mittwoch, 4. Februar 2026, um 19.30 Uhr auf der Schlossbühne Overhagen nachgeholt.
Zu Gast ist Literaturredakteur Alexander Solloch
Alexander Solloch, geboren 1978, aufgewachsen am Niederrhein, studierte Geschichte und Französisch in Leipzig und Aix-en-Provence.
Alexander Solloch lebt in Hannover. Er arbeitet als freier Autor und Hörfunkmoderator.
Tickets gibt es in der Kulturinformation im Rathaus Lippstadt
2011 und 2019 wurde er für den Deutschen Radiopreis nominiert und seit 2014 ist er Literaturredakteur bim NDR.
Karten können in der Kulturinformation Lippstadt im Rathaus, Tel. (0 29 41) 5 85 11, per E-Mail: post(at)kulturinfo-lippstadt.de und Online über Vibus-Ticket gebucht werden.