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Kuren für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige müssen ihre verschlissenen Kräfte wieder aufbauen können - das geht besonders gut bei einem Kuraufenthalt.

Die Corona-Pandemie hat die Belastung der pflegenden Angehörigen noch einmal verstärkt; die Caritas im Kreis Soest berät umfangreich zum Thema "Kuraufenthalt und Kurantrag". Fotos: pixabay.com

Die Pflege und Versorgung Angehöriger— insbesondere in der häuslichen Umgebung – kostet viel Kraft und Energie, unabhängig von der Erkrankung des Angehörigen. Die körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen sind besonders in Zeiten von Corona immens. „Die Leute sind erschöpft“, sagt Irmgard Strunk-Welp, Kurberaterin der Caritas im Kreis Soest. „Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass sie in einer Kur zu neuer Kraft und Stärke finden können." 

 

Belastungsgrenzen oft erreicht

Die Corona-Pandemie hat viele pflegende Angehörige an ihre Belastungsgrenzen gebracht. Die Kurberaterin rät erschöpften Angehörigen deshalb, sich wegen einer Kurmaßnahme beraten zu lassen. Eine Kur kann pflegenden Angehörigen die dringend benötigte Erholung bringen und helfen, ihre Gesundheit zu erhalten. Dann können diese gestärkt wieder dem Alltag begegnen.

 

Kurmaßnahmen sind wieder möglich

Da die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken unter Beachtung von Hygienekonzepten wieder öffnen dürfen, sind Kurmaßnahmen wieder möglich, so die Kurberaterin der Caritas, die bei der Beantragung auf Wunsch hilft. Die Beraterin unterstützt auch dabei, die Versorgung des Angehörigen während der Kur sicherzustellen. In einigen Kliniken besteht die Möglichkeit, den Pflegebedürftigen mitzunehmen oder in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung in der Nähe unterzubringen.

 

Körper und Seele stärken

Pflegenden Angehörigen ist häufig nicht bekannt, dass sie eine Kur – eine stationäre Vorsorge- und Rehamaßnahme – in Anspruch nehmen können, um ihre Gesundheit und Pflegefähigkeit zu erhalten. Die ganzheitliche medizinische Maßnahme dient der körperlichen und seelischen Stärkung und berücksichtigt die individuelle Situation des Pflegenden. Etwa zwei Drittel der pflegebedürftigen Menschen werden von ihren Angehörigen oder anderen Bezugspersonen zu Hause gepflegt. Diese oft unterschätzte Belastung bleibt nicht ohne Folgen: Pflegende Angehörige sind oftmals körperlichen, psychischen, finanziellen und sozialen Belastungen ausgesetzt; eigene Bedürfnisse müssen hinten anstehen – und das auch ohne Corona-Pandemie. 

 

Qualifizierte Infos zu allen Kur-Fragen

„In unserer Beratungsstelle erhalten Sie Informationen zu allen Fragen der Beantragung einer Kur, zur Klärung der Versorgung Ihres pflegebedürftigen Angehörigen, zu Fragen der Finanzierung der Kur und zur Auswahl der Klinik“, erklärt Irmgard Strunk-Welp. Speziell dafür qualifiziert wurde sie im Rahmen des Projekts „Zeit & Erholung für pflegende Angehörige in NRW – Kurberatung für pflegende Angehörige“, welches vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

 

Info: Die Beratungsstelle des heimischen Caritasverbandes ist telefonisch (0 29 41) 2 71 13 84 oder per E-Mail (strunk-welp@caritas-soest.de) am neuen Standort Poststraße 17 in Lippstadt zu erreichen.